DNS-Cache leeren: Windows und Mac (2 Methoden)
Befehle zum Kopieren für beide Systeme — plus eine Option ohne Terminal
Um den DNS-Cache unter Windows zu leeren, öffnen Sie die Eingabeaufforderung und führen ipconfig /flushdns aus. Am Mac öffnen Sie das Terminal und geben sudo dscacheutil -flushcache; sudo killall -HUP mDNSResponder ein. Beide Befehle sind in etwa einer Sekunde erledigt und löschen alle gespeicherten DNS-Einträge, sodass Ihr Computer beim nächsten Seitenaufruf frische Adressen abfragt.
Das ist die kurze Antwort — und für die meisten völlig ausreichend. In diesem Leitfaden gehen wir beide Befehle Schritt für Schritt durch, erklären, was das Leeren des DNS-Cache tatsächlich bewirkt, zeigen eine Ein-Klick-Alternative für alle, die kein Terminal öffnen möchten, und sagen ehrlich, welche Verbindungsprobleme ein DNS-Flush nicht löst.
Was der DNS-Cache tut und wann Sie ihn leeren sollten
DNS (Domain Name System) ist das Adressbuch des Internets: Es übersetzt einen Namen wie example.com in die numerische IP-Adresse, mit der sich Ihr Computer tatsächlich verbindet. Damit diese Abfrage nicht bei jedem Seitenaufruf wiederholt werden muss, führt Ihr Betriebssystem einen lokalen DNS-Cache — eine kleine Datenbank kürzlich aufgelöster Namen und Adressen.
Was bewirkt das Leeren des DNS-Cache also? Es leert lediglich diese lokale Datenbank. Es wird nichts deinstalliert und keine Einstellung geändert; Ihr System fragt beim nächsten Besuch jeder Website einfach frische Daten vom DNS-Server ab. Der erste Aufruf danach dauert einen Sekundenbruchteil länger, danach läuft alles wie zuvor.
Das Leeren lohnt sich, wenn eine Website auf einen neuen Server umgezogen ist und Sie noch auf dem alten landen, wenn eine Seite am Handy lädt, aber nicht am Computer, nach einem Wechsel des DNS-Anbieters oder bei Fehlern wie DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN im Browser. Unter Windows löscht ein Flush zudem die mit ipconfig /displaydns einsehbare Liste zuletzt besuchter Domains — ein kleiner Datenschutzgewinn.
DNS unter Windows 10 und 11 mit ipconfig /flushdns leeren
Klicken Sie unter Windows 11 mit der rechten Maustaste auf die Start-Schaltfläche und wählen Sie Terminal; unter Windows 10 drücken Sie die Windows-Taste, tippen cmd und öffnen die Eingabeaufforderung. Administratorrechte sind nicht nötig. Geben Sie ipconfig /flushdns ein und drücken Sie die Eingabetaste.
Windows bestätigt mit einer Meldung, dass der DNS-Auflösungscache geleert wurde. Das ist bereits alles — kein Neustart, keine Ausfallzeit, beliebig oft wiederholbar. In PowerShell erledigt der Befehl Clear-DnsClientCache exakt dasselbe.
Zwei verwandte Befehle sind nützlich: ipconfig /displaydns zeigt den aktuellen Cache-Inhalt an, und bei tieferen Netzwerkproblemen erneuern ipconfig /release und anschließend ipconfig /renew zusätzlich Ihre IP-Adresse — ein häufiger Begleitschritt bei der Fehlersuche unter Windows 11.
DNS am Mac per Terminal leeren
Um den DNS-Cache am Mac zu leeren, öffnen Sie das Terminal — suchen Sie mit Befehlstaste und Leertaste nach Terminal oder finden Sie es unter Programme, Dienstprogramme. Fügen Sie diese Zeile ein und drücken Sie Return: sudo dscacheutil -flushcache; sudo killall -HUP mDNSResponder. Der Befehl funktioniert ab macOS 12 Monterey in allen neueren Versionen.
Wegen sudo fragt macOS nach Ihrem Administratorpasswort. Beim Tippen erscheinen keine Zeichen — das ist normales Terminal-Verhalten, kein eingefrorenes Fenster. Anders als Windows zeigt macOS keine Bestätigung: Der Befehl kehrt still zur Eingabezeile zurück, und der Cache ist geleert.
Die beiden Teile des Befehls erledigen unterschiedliche Aufgaben: dscacheutil -flushcache leert den Verzeichnisdienst-Cache, killall -HUP mDNSResponder weist den für DNS-Abfragen zuständigen Prozess an, neu zu laden. Beide zusammen sind der allgemein empfohlene Weg, veraltete Einträge auf einem modernen Mac zuverlässig zu entfernen.
DNS-Cache leeren ohne Terminal
Die obigen Befehle sind kostenlos, schnell und in beiden Systemen eingebaut — wer mit der Kommandozeile vertraut ist, braucht nichts weiter. Viele Nutzer sind es aber nicht, und eine Routineaufgabe sollte weder auswendig gelernte Syntax noch ein sudo in einem Fenster ohne Rückmeldung erfordern.
Disk Mops DNS-Cache-Bereiniger (DNS Cache Cleaner) erledigt dieselbe Aufgabe mit einem einzigen Klick — unter Windows 10/11 und auf macOS 12 und neuer. App öffnen, DNS Cache Cleaner wählen, einmal klicken: kein Befehl zum Merken, nichts zu vertippen, exakt dasselbe Ergebnis wie im Terminal.
Der Komfort zahlt sich doppelt aus, weil ein DNS-Flush selten allein kommt: Bei der Fehlersuche will man meist auch die Browser-Caches leeren, und Disk Mop bietet beide Werkzeuge in einer Oberfläche. Es gibt eine kostenlose Version mit eingeschränkten Funktionen; die Pro-Lizenz kostet einmalig $9.90 — ohne Abo.
Bei hartnäckigen Seiten auch den Browser-Cache leeren
Der DNS-Cache des Betriebssystems ist nicht der einzige Cache zwischen Ihnen und einer Website. Chrome führt einen eigenen internen DNS-Cache: Geben Sie chrome://net-internals/#dns in die Adressleiste ein und klicken Sie auf Clear host cache. Browser speichern außerdem Kopien von Seiten, Bildern und Skripten — selbst nach einem erfolgreichen DNS-Flush kann daher eine veraltete Version einer Website erscheinen.
Den normalen Browser-Cache leeren Sie in Chrome, Edge oder Firefox mit Strg+Umschalt+Entf (am Mac Befehl+Umschalt+Entf); wählen Sie zwischengespeicherte Bilder und Dateien und bestätigen Sie. In Safari aktivieren Sie unter Einstellungen, Erweitert das Entwickler-Menü und wählen dort die Option zum Leeren der Cache-Speicher.
Disk Mops Browser-Cache-Bereiniger (Browser Cache Cleaner) deckt Chrome, Firefox, Edge und Safari von einem Bildschirm aus ab — ein Durchgang statt Tastenkombinationen in jedem Browser einzeln. Zusammen mit dem DNS Cache Cleaner wird die klassische Cache-Routine zu zwei Klicks.
Wann das Leeren des DNS-Cache nicht hilft
Ein ehrlicher Hinweis zum Umfang: Ein DNS-Flush behebt veraltete Namensauflösungen auf Ihrem Computer — sonst nichts. Ist die Website selbst offline, bricht Ihr WLAN ab oder hat Ihr Provider eine Störung, hilft er nicht. Auch das alltägliche Surfen wird dadurch nicht messbar schneller: Der Cache existiert, um Dinge zu beschleunigen; ihn zu leeren ist ein Diagnose-Schritt, kein Performance-Trick.
Auch Ihr Router führt einen eigenen DNS-Cache, außerhalb der Reichweite Ihres Computers. Hilft der Flush nicht, starten Sie den Router neu. Hartnäckige DNS_PROBE_FINISHED-Fehler bedeuten oft, dass der genutzte DNS-Server Probleme hat; der Wechsel zu einem öffentlichen Resolver wie 1.1.1.1 oder 8.8.8.8 löst das häufiger als wiederholtes Leeren.
Funktioniert ein Gerät in einem Netzwerk, aber nicht in einem anderen, oder versagen alle Browser, während andere Apps online bleiben, liegt es meist an Firewall-, VPN- oder Proxy-Einstellungen statt am DNS-Cache. Der Flush ist ein kostenloser, risikofreier erster Schritt — hören Sie dort nur nicht auf, wenn die Symptome in eine andere Richtung zeigen.
Fazit
Den DNS-Cache zu leeren ist ein einziger Befehl: ipconfig /flushdns unter Windows oder sudo dscacheutil -flushcache; sudo killall -HUP mDNSResponder am Mac. Sicher, sofort erledigt und der richtige erste Schritt, wenn eine Website falsch aufgelöst wird, DNS-Fehler zeigt oder nur auf einem Rechner nicht lädt.
Wer nie ein Terminal öffnen möchte, bekommt mit Disk Mop dieselbe Operation als einen einzigen Klick — ergänzt um einen Browser-Cache-Bereiniger für Chrome, Firefox, Edge und Safari, die beiden Werkzeuge, die man meist zusammen braucht. Läuft unter Windows 10/11 und macOS 12+; die Pro-Lizenz kostet einmalig $9.90, ohne Abo.
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